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Englisch

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Wer an dieser Sprache mitgearbeitet hat

Diese Sprache ist nicht am Schreibtisch entstanden. Diese Menschen haben ihr Wissen eingebracht.

  • Bertha Ipawa Haimbodi (National Institute for Educational Development (NIED), Ministry of Education)
  • Jacolynn van Wyk (University of Namibia (UNAM))

Gemeinsam mit anderen Sprachen

Grammatische Kategorien, die viele Sprachen kennen — hier, wie sie in dieser Sprache aussehen.

  • Einzahl/Mehrzahl
    i
    Gibt an, ob es um eins (Einzahl) oder mehrere (Mehrzahl) geht.

    z. B. add (Einzahl) KI · ungeprüft

  • Zeitform
    i
    Die Zeitform des Verbs — wann etwas passiert (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft).

    z. B. add (present) KI · ungeprüft

  • Person
    i
    Wer handelt — 1. (ich/wir), 2. (du/ihr) oder 3. Person (er/sie/es/sie).

    z. B. add (3) KI · ungeprüft

  • Aspekt
    i
    Wie eine Handlung verläuft (z. B. abgeschlossen vs. andauernd).
  • Steigerung
    i
    Vergleichsstufe des Adjektivs: groß – größer – am größten.

    z. B. bad (Höherstufe (Komparativ)) KI · ungeprüft

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Sprachprofil — im Detail

Phonologie

Das Englische ist in der wort.schule-Plattform die Phonics-Baseline — die Sprache, an der die volle Lese-Schreib-Didaktik (Phonem-Graphem-Zuordnung) zuerst und am vollständigsten erprobt wird. Der Grund dafür liegt im Verhältnis von Lauten und Buchstaben (siehe H.4): Englisch klingt anders, als es geschrieben wird, und das macht das Hören der einzelnen Laute zum eigentlichen Lerngegenstand.

Lautlich fällt zuerst das reiche Vokalsystem auf. Anders als das Deutsche unterscheidet Received Pronunciation (die britische Standardaussprache, die im DE-Tenant als Voreinstellung dient) Vokale auch über die Länge — kurze und lange Vokale bilden Bedeutungsunterschiede. So steht der kurze Vokal in bit dem langen in bee gegenüber. Zu den kurzen Vokalen gehören die in bit, bed, cat, cup, cot und book; zu den langen die in bee, car, caught, boot und bird. Besonders charakteristisch ist der unbetonte „Murmelvokal" (das Schwa) in der ersten Silbe von about — ein farbloser Reduktionsvokal, der in unbetonten Silben sehr häufig auftritt und für Lernende schwer hörbar ist.

Dazu kommen Diphthonge — gleitende Doppellaute innerhalb einer Silbe — wie in face, price, choice, mouth und goat.

Bei den Konsonanten sind für deutschsprachige Lernende vor allem die beiden „th"-Laute ungewohnt: ein stimmloser und ein stimmhafter Reibelaut, die im Deutschen fehlen. Ebenfalls erwähnenswert ist der typisch englische r-Laut, der sich vom deutschen r deutlich unterscheidet.

Eine Besonderheit ist die bedeutungsunterscheidende Wortbetonung: Wo die Betonung im Wort liegt, kann allein die Wortart oder Bedeutung verändern. Dasselbe Schriftbild record ist mit Betonung auf der ersten Silbe ein Nomen, mit Betonung auf der zweiten ein Verb. Das Englische kennt dabei Haupt- und Nebenbetonung.

Das Englische hat keine Töne, keine Klicklaute, keine nasalierten Vokale und keine Vokalharmonie — phonologisch ist es damit ein vergleichsweise „europäisches" Lautsystem, dessen eigentliche Hürde nicht in exotischen Lauten liegt, sondern im Vokalreichtum und in der Schrift.

Über die genannte britische Standardaussprache hinaus sind in der Konkretion zwei weitere Varietäten hinterlegt: General American (US-Aussprache, im NA-Tenant Voreinstellung) und australisches Englisch. Diese erben die Lautbeschreibung von der britischen Basis und weichen nur an einzelnen Stellen ab. Im amerikanischen Englisch etwa fällt der Vokal von cot mit dem von car zusammen, das r wird auch am Silbenende gesprochen (man hört es z. B. in car), und der Vokal in goat klingt anders. Der Unterschied im cot-Vokal zeigt sich auch in Wörtern wie dog.

Schriftsystem

Das Auffälligste am englischen Schriftsystem ist seine tief undurchsichtige (opake) Orthographie: Schrift und Aussprache klaffen weit auseinander. Dieselbe Buchstabenfolge kann ganz unterschiedlich klingen, und derselbe Laut kann ganz unterschiedlich geschrieben werden. Genau deshalb trägt Englisch in der Plattform — als einzige der bisher erfassten Sprachen — ein eigenes Phonics-Modell (siehe H.7): Das Zuordnen von Lauten zu Buchstaben ist hier nicht selbstverständlich, sondern der zentrale Erstlese-Lerngegenstand.

Wie sehr ein einzelner Laut verschieden geschrieben werden kann, zeigt der Laut in light: Er erscheint als Buchstabenfolge in bike, in light, als y in my und als einfaches i in find. Umgekehrt ist ein und dieselbe Schreibung oft nicht zuverlässig: Das Schriftbild ch steht meist für den Laut in chord wie in school oder character — also gerade nicht für den naheliegenden „tsch"-Laut. Die Konkretion verzeichnet dafür ausdrücklich Verlässlichkeitsgrade (hoch / mittel / niedrig) für jede Laut-Schreibung-Zuordnung.

Geschrieben wird mit dem lateinischen Alphabet in seiner Standardform: 26 Buchstaben, keine eigenen diakritischen Zeichen. Akzente erscheinen nur in Lehnwörtern wie café oder naïve und sind dort optional. Die Schreibrichtung ist von links nach rechts (ltr); gemischte Schreibrichtungen oder besondere Bidi-Anforderungen treten nicht auf. Sortiert wird schlicht alphabetisch.

Wichtig für die Lese-Didaktik sind die Mehr-Buchstaben-Schreibungen: Buchstabenpaare (Digraphen), die zusammen einen Laut ergeben, etwa die Konsonantenpaare sh, ch, th, wh, ph, ck, ng, qu und die Vokalpaare ee, ai, oa, oo, ea, ou, oi. Manche Laute werden sogar mit drei Buchstaben (Trigraphen wie igh, ear, air) oder vier Buchstaben (Quadrigraph ough) geschrieben — so steckt im Wort light die Drei-Buchstaben-Schreibung igh für einen einzigen Laut.

Eine eigene Schwierigkeit sind stumme Buchstaben — geschriebene Buchstaben ohne eigenen Laut. Die Konkretion nennt die Muster kn (in knee), wr (in write), mb (in lamb) und gh (in light).

Zur Schreibung gehören noch zwei englische Eigenheiten: Großschreibung nur am Satzanfang und bei Eigennamen (nicht bei gewöhnlichen Nomen, anders als im Deutschen), und der vielseitige Apostroph — er markiert sowohl Besitz (das 's in der Genitivform) als auch Zusammenziehungen wie in don't oder it's.

Schrift- und grammatisches Wort fallen im Englischen zusammen: Ein grammatisches Wort wird als ein zusammenhängendes Schriftwort geschrieben (konjunktive Orthographie). Die in anderen Sprachen nötige Sonderbehandlung getrennt geschriebener Wortbestandteile entfällt hier.

Morphologie

Das Englische ist morphologisch sparsam: Es flektiert (beugt) seine Wörter nur wenig und drückt grammatische Beziehungen vor allem über Wortstellung und Funktionswörter aus, nicht über Endungen. Die Konkretion bezeichnet diesen Typ als „analytisch mit Restflexion" — Flexion gibt es noch, aber nur in geringen Resten. Für eine Plattform, die Wortformen erfasst, bedeutet das: Die meisten Paradigmen sind kurz und werden als feste Formen hinterlegt (Strategie `stored`), nicht durch Regeln erzeugt.

Bei den Nomen gibt es im Wesentlichen nur einen Beugungskontrast: Einzahl gegen Mehrzahl. Die Mehrzahl wird regelmäßig mit der Endung -s / -es gebildet; daneben gibt es unregelmäßige Bildungen wie childchildren, mousemice oder das unveränderte sheep. Was das Englische von vielen anderen Sprachen abhebt: Nomen haben keinen Kasus und kein grammatisches Geschlecht und auch keine Nominalklassen. Ein Artikel ist in der Regel erforderlich.

Anders die Pronomen — hier hat sich mehr Beugung erhalten. Personalpronomen unterscheiden Fall (Subjekt- gegen Objektform), Geschlecht und Zahl: he / him / his für die männliche, she / her / her für die weibliche dritte Person Einzahl.

Bei den Verben ist das Grundparadigma klein: eine Grundform (walk), eine Form für die dritte Person Einzahl (walks), eine Vergangenheitsform und ein Partizip (beide walked) sowie eine -ing-Form (walking). Von der einstigen Personalbeugung ist im Präsens nur das -s der dritten Person Einzahl übrig — ein „Rest", der genau die geringe Flexion des Englischen illustriert. Dem stehen allerdings rund 200 unregelmäßige Verben gegenüber, die einzeln gelernt werden müssen. Eine eigene Gruppe bilden die Modalverben (can, could, may, might, shall, should, will, would, must): Sie sind „defektiv", also unvollständig beugbar — sie bilden kein Partizip, keine Verlaufsform und verlangen den reinen Infinitiv ohne to. Als Hilfsverben dienen be, have und do.

Ein lehrreicher Sonderfall ist das hochfrequente Verb be: Seine Formen (be, is, was …) stammen aus verschiedenen Wortstämmen — das nennt man Suppletion. Solche Formen lassen sich nicht aus einer Regel ableiten und werden deshalb fest gespeichert. Bemerkenswert dabei: was ist keine eigene Vokabel, sondern eine Form von be — ein Punkt, den die Plattform ausdrücklich korrekt modelliert.

Bei der Wortbildung ist das Englische mäßig produktiv. Es bildet Komposita vor allem aus Nomen plus Nomen, etwa lighthouse oder bookshelf. In der Ableitung sind unter anderem die Vorsilben un- (Verneinung, unhappy) und re- (Wiederholung, redo) sowie die Nachsilben -ness (bildet Abstrakta, happiness) und -ly (bildet Adverbien, quickly) belegt.

Syntax & Variation

Im Satzbau gilt das Englische als vergleichsweise fest gefügt: Die Grundwortstellung ist Subjekt – Verb – Objekt. Weil die Nomen kaum Beugungsendungen tragen (siehe H.5), trägt die Wortstellung selbst einen großen Teil der grammatischen Information — die Reihenfolge der Satzglieder zeigt an, wer was tut. Adjektive stehen vor dem Nomen, und Präpositionen stehen — wie der Name sagt — vor ihrem Bezugswort.

Zwei Eigenheiten prägen den englischen Satzbau besonders. Erstens die Fragebildung: Standardmäßig wird das Hilfs- oder Modalverb vor das Subjekt gestellt (Subjekt-Hilfsverb-Umstellung); Fragewörter rücken zusätzlich an den Satzanfang. Zweitens die Verneinung mit dem Hilfsverb do (das sogenannte do-support) — eine Konstruktion, die vielen anderen Sprachen fremd ist. Ausgenommen davon sind be und die Modalverben, die ohne do verneint werden, etwa in I am not oder cannot.

Das Englische ist nicht pro-drop: Das Subjekt muss gesetzt werden und kann nicht — wie etwa im Spanischen oder Italienischen — weggelassen werden. Eine Gliederung des Satzes nach Thema und Kommentar (wie in manchen anderen Sprachen) ist nicht das Grundmuster.

Zur Variation: Die Konkretion hinterlegt drei Aussprachevarietäten — britisch (im DE-Tenant Voreinstellung), US-amerikanisch (im NA-Tenant Voreinstellung) und australisch (siehe H.3). Auf der Ebene der Plattform ist Englisch jedoch als eine einheitliche (monozentrische) Sprache modelliert; die plattformweite Umschaltlogik für mehrere gleichwertige Standardvarianten (wie bei pluri­zentrischen Sprachen) greift hier ausdrücklich nicht. Offen und vom Reviewer-Pool zu klären sind zwei praktische Variationsfragen: ob im DE-Tenant britische oder amerikanische Aussprache (oder beide) als Standard gelten sollen, und welche Rechtschreibvariante (britisch vs. amerikanisch) pro Tenant maßgeblich ist `[WORKSHOP]`.

Weitere soziolinguistische Aspekte — Register, anaphorische Verweise (Wiederaufnahme), Höflichkeitsformen (Honorifik), Tabu-Vokabular und Kontaktsprachen — sind in der Konkretion nicht ausgeführt: `[LÜCKE]`.

Wie diese Sprache gelernt wird

Didaktische Schwerpunkte — wie Lesen und Schreiben in dieser Sprache vermittelt werden.

Didaktische Prioritäten

Aus der Konkretion ableitbar ist eine klare Priorität auf Audio und Aussprache: Das primäre Medium ist Audio, und Tonaufnahmen hängen an der einzelnen Wortform — mit erfasster Sprechvarietät (britisch / amerikanisch / australisch), Sprecher:innen-Angaben, Lizenz und dokumentierter Einwilligung. Maschinell erzeugte Sprache (TTS) ist nur mit Kennzeichnung zugelassen.

Didaktisch im Vordergrund steht die Phonics-Arbeit (H.7): das Hörbarmachen einzelner Laute, die Laut-Buchstaben-Segmentierung, das Markieren stummer Buchstaben und das gesonderte Üben der „tricky words". Für die Wiederholungssteuerung sind die Lernalgorithmen SM-2 (Voreinstellung) und Leitner vorgesehen, mit Verfolgung von u. a. Beherrschungsgrad, Fälligkeit und beobachteten Fehlermustern je Wortform.

Detailangaben zu Chunks/Kollokationen, spezifischen Fehlermustern und Inklusionsaspekten sind nicht ausgeführt: `[LÜCKE]` `[WORKSHOP]`.

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Steckbrief

ISO 639-3
eng
BCP 47
en-Latn
Schrift
Latn
Schreibrichtung
links nach rechts
Modalität
Laut-/Schriftsprache

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