RuKwangali

Kwangali

Noch in Vorbereitung — von der Sprachgemeinschaft zu befüllen

Gemeinsam mit anderen Sprachen

Grammatische Kategorien, die viele Sprachen kennen — hier, wie sie in dieser Sprache aussehen.

  • Einzahl/Mehrzahl
    i
    Gibt an, ob es um eins (Einzahl) oder mehrere (Mehrzahl) geht.
  • Zeitform
    i
    Die Zeitform des Verbs — wann etwas passiert (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft).
  • Modus
    i
    Wie das Verb gemeint ist: als Tatsache (ich gehe), als Möglichkeit oder Wunsch (ich ginge) oder als Aufforderung (geh!).
  • Aspekt
    i
    Wie eine Handlung verläuft (z. B. abgeschlossen vs. andauernd).
  • Polarität
    i
    Ob die Verbform etwas bejaht (er kommt) oder verneint (er kommt nicht).
  • Steigerung
    i
    Vergleichsstufe des Adjektivs: groß – größer – am größten.

Etwas ergänzen oder korrigieren

Das Besondere an dieser Sprache

Was diese Sprache von anderen unterscheidet.

  • Nominalklasse
    i
    Manche Sprachen sortieren Hauptwörter in Gruppen (z. B. Menschen, Tiere, Dinge) — ähnlich wie der/die/das im Deutschen, nur mit mehr Gruppen, erkennbar an einer Vorsilbe am Wort.
    13
  • Subjekt-Konkordanzklasse
    i
    In manchen Sprachen passt sich das Verb an die Gruppe (Klasse) des Handelnden an — eine Übereinstimmung am Verb, keine Zeitform.
  • Objekt-Konkordanz
    i
    In manchen Sprachen passt sich das Verb zusätzlich an das Objekt an — eine zweite Übereinstimmung am Verb.
  • Wortbau
    i
    Wörter werden aus Bausteinen gebaut, und Vorsilben zeigen die Nomenklasse, der sich der Satz anpasst.

Eine Besonderheit vorschlagen

Nominalklassen

Manche Sprachen sortieren Hauptwörter in Gruppen (z. B. Menschen, Tiere, Dinge) — ähnlich wie der/die/das im Deutschen, nur mit mehr Gruppen, erkennbar an einer Vorsilbe am Wort.

Wie die Klassen funktionieren

  1. Klasse 1

    noch zu erfassen

  2. Klasse 2

    noch zu erfassen

  3. Klasse 3

    noch zu erfassen

  4. Klasse 4

    noch zu erfassen

  5. Klasse 5

    noch zu erfassen

  6. Klasse 6

    noch zu erfassen

  7. Klasse 7

    noch zu erfassen

  8. Klasse 8

    noch zu erfassen

  9. Klasse 9

    noch zu erfassen

  10. Klasse 10

    noch zu erfassen

  11. Klasse 11

    noch zu erfassen

  12. Klasse 14

    noch zu erfassen

  13. Klasse 15

    noch zu erfassen

Sprachprofil — im Detail

Phonologie

Das Auffälligste am RuKwangali ist, dass es eine Bantu-Sprache mit Klicklauten ist — eine seltene Kombination. Klicks gelten sonst als Merkmal der Khoisan-Sprachen; ins RuKwangali sind sie aus einem Khoisan-Substrat (Khwe/Ju) gekommen und treten vor allem in Landschafts- und Ortsvokabular sowie in einigen ererbten Bantu-Wörtern auf. Anders als das namibische Khoekhoegowab mit vier Klicktypen kennt RuKwangali nur dentale Klicks. Geschrieben werden sie mit lateinischen Buchstabenkombinationen: c (stimmlos), gc (stimmhaft), ch (behaucht/aspiriert) und nc (nasal-prenasaliert). Ein konkretes belegtes Klick-Wort liegt in der Konkretion noch nicht vor. `[QUELLE]`

Ein zweites bedeutungsunterscheidendes Merkmal ist der Ton. RuKwangali kennt zwei Töne — einen Hochton (Diakritikum `´`, z. B. á) und einen Tiefton (Diakritikum `` ` ``, z. B. à). Der Ton sitzt auf dem Vokal und trägt sowohl lexikalische als auch grammatische Information; zwei sonst gleich klingende Wörter können sich allein durch die Tonhöhe unterscheiden. Ein tonales Minimalpaar ist in der Konkretion noch nicht hinterlegt. `[WORKSHOP]`

RuKwangali hat fünf Vokalea, e, i, o, u —, und bei ihnen ist die Länge bedeutungsunterscheidend: Ein kurz oder lang gesprochener Vokal kann den Unterschied zwischen zwei Wörtern ausmachen (geschrieben als Doppelvokal, etwa aa, ee). Es gibt eine Vokalharmonie entlang der Vokalhöhe; die genauen Harmonie-Regeln sind noch zu erfassen. `[QUELLE]` Nasalvokale kennt die Sprache nicht.

Eine Bantu-Besonderheit bei den Konsonanten sind die prenasalisierten Verschluss- und Reibelaute — Laute wie in den Schreibungen mb, nd, ng, bei denen ein Nasal mit dem folgenden Laut zu einer Einheit verschmilzt; man liest sie als ein Lautgebilde, nicht als zwei getrennte Buchstaben.

Zur Abgrenzung: RuKwangali hat zwar Klicks und Töne, aber keine Ejektive, keine Implosive und keine Nasalvokale. Die Betonung ist nicht bedeutungsunterscheidend.

Schriftsystem

RuKwangali wird mit dem lateinischen Alphabet von links nach rechts geschrieben. Das Alphabet hat 24 Buchstaben: a, b, c, d, e, f, g, h, i, j, k, l, m, n, o, p, r, s, t, u, v, w, y, z.

Mehrere Laute werden durch Buchstabenkombinationen geschrieben. Dazu gehören zum einen die Klick-Schreibungen c, gc, ch, nc und nch, zum anderen die prenasalisierten Schreibungen mb, nd, ng, ny, mp, nt, nk. Auch die langen Vokale werden als Doppelbuchstaben geschrieben (aa, ee, ii, oo, uu). Wichtig ist, dass die Klick-Schreibung uneinheitlich ist — hier ist die Norm mit den zuständigen Stellen noch zu klären. `[WORKSHOP]`

Eine wichtige Eigenheit für Schule und Suche: Obwohl der Ton bedeutungsunterscheidend ist, werden die Tonzeichen in normalen Schultexten meist nicht geschrieben. Sie erscheinen nur in Lehrtexten, wo sie ausdrücklich gezeigt werden sollen (Notation mit Akut/Gravis). Im Alltagstext muss also aus dem Zusammenhang erschlossen werden, welches von zwei gleich geschriebenen Wörtern gemeint ist — ebenso wie in den verwandten Sprachen Khoekhoegowab, Otjiherero und Oshindonga.

Bei der Groß- und Kleinschreibung gilt die Standard-Latein-Regel: Satzanfänge und Eigennamen werden großgeschrieben, Substantive dagegen — anders als im Deutschen — klein. Die Sortierung ist alphabetisch nach Standard-Latein. Die Schrift ist zusammenschreibend (konjunktiv): Ein grammatisches Wort entspricht einem geschriebenen Wort, sodass die Trennung der Wörter über Leerzeichen funktioniert (anders als beim disjunktiv geschriebenen Setswana).

Morphologie

Das Herzstück der Grammatik des RuKwangali sind die Nominalklassen. Das ist kein „erweitertes Geschlecht", sondern ein eigenständiges Ordnungssystem (wie im verwandten Otjiherero und Oshindonga): Jedes Substantiv gehört zu einer Klasse, und die Klasse zeigt sich an einem Vorsilben-Teil (Präfix) am Wortanfang. Die Konkretion führt die Klassen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 14 und 15.

Die Klassen sind paarweise organisiert — meist ein Klassenpaar für Einzahl und Mehrzahl. Es gibt also keine eigene Pluralendung wie im Deutschen; stattdessen wechselt das Wort die Klasse, um vom Singular in den Plural zu gehen (etwa mu-va- oder si-yi-). So steht muntu (Mensch, Klasse 1) im Plural als vantu (Menschen, Klasse 2). Die Klassen tragen lose semantische Schwerpunkte — laut Konkretion etwa Personen (Klassen 1/2, Präfixe mu-/va-), Bäume und Dinge (3/4, mu-/mi-), Dinge und Sprachen (7/8, si-/yi-; hierher gehört der Sprachname RuKwangali), Tiere (9/10, n-), Abstrakta (14, u-) sowie der Infinitiv (15, ku-). Die vollständige Paartabelle ist noch zu erfassen. `[WORKSHOP]`

Das eigentlich Besondere ist die Konkordanz (auch Concord genannt): Die Klasse eines Substantivs strahlt über den ganzen Satz aus und prägt die Form aller Wörter, die sich auf das Substantiv beziehen — Verb, Eigenschaftswort, hinweisendes Wort, besitzanzeigendes Wort und Pronomen richten sich nach der Klasse. Jede Klasse hat dafür ein eigenes, festes Bündel von Übereinstimmungsformen (ein Konkordanz-Set). Die Konkretion belegt das bislang für die Klassen 1, 2 und 7: Zur Klasse 1 etwa gehören das Nominalpräfix mu-, die Subjekt-Konkordanz a-, die Objekt-Konkordanz -mu-, die Adjektiv-Konkordanz mu- und die Besitz-Konkordanz gwa-. Die vollständige Matrix aller Klassen mit ihren Konkordanzformen ist noch zu erfassen. `[WORKSHOP]`

Bei den Verben läuft die Übereinstimmung mit dem Subjekt ebenfalls über die Klassen. Zusammen mit Tempus, Verlaufsweise (Aspekt), Modus, einer optionalen Objekt-Übereinstimmung und der Verneinung (Polarität) entstehen so sehr viele Verbformen aus einem einzigen Verbstamm. Der Infinitiv gehört zur Klasse 15 (Präfix ku-). Konkrete Beispielparadigmen sind in der Konkretion noch offen. `[QUELLE]` Verb-Erweiterungen (Verbalextensionen) sind ein produktiver Kern: An den Verbstamm lassen sich Ableitungs-Endungen anhängen, etwa für den Applikativ (-er-) und den Kausativ (-es-); diese werden zusammenschreibend (konjunktiv) an den Stamm gefügt. Belegbeispiele dazu sind noch zu erfassen. `[QUELLE]`

RuKwangali kennt kein grammatisches Geschlecht im Sinne von männlich/weiblich, keine Fälle (Kasus) und keinen Artikel; Zusammensetzungen von Wörtern spielen eine mittlere Rolle (vor allem Nomen + Nomen).

Syntax & Variation

Im Satzbau folgt RuKwangali der Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt. Das Eigenschaftswort steht hinter dem Substantiv und trägt dabei die Klassen-Konkordanz. Verhältniswörter stehen — wie im Deutschen — vor dem Bezugswort (Präpositionen).

Eine Besonderheit ist, dass das Subjektpronomen weggelassen werden kann: Weil die Subjekt-Konkordanz am Verb die handelnde Person beziehungsweise Klasse bereits anzeigt, muss das Subjekt nicht eigens als eigenes Wort genannt werden. Die Verneinung läuft über ein Verneinungsmorphem am Verb. Fragen werden mit Fragewörtern (W-Wörtern) und der Satzmelodie (Intonation) gebildet; die genaue Form ist in der Konkretion noch offen. `[QUELLE]`

Bei der Variation ist RuKwangali einsprachenzentriert (monozentrisch): Norm-Anker ist das Standard-RuKwangali (einschließlich der eng verwandten Mbunza-Varietät). Die in anderen Sprachen wichtige Pluricentricity- und Varietätenumschaltung betrifft RuKwangali nicht.

Politisch sensible Bereiche, die der Reviewer-Pool gesondert behandelt: die Gleichwertigkeit der Kavango-Sprachen — Kwangali, Rumanyo und Mbukushu sind gleichwertig, keine ist Leitsprache, und die Klärung, was wirklich projizierbar ist (Kwangali/Mbunza) gegenüber bloß areal Geteiltem (Rumanyo/Mbukushu), ist heikel; sowie die uneinheitliche Klick-Schreibung (Norm noch zu klären, Varianten zu dokumentieren). Konkrete Einordnungen liegen bei der Community. `[WORKSHOP]`

Wie diese Sprache gelernt wird

Didaktische Schwerpunkte — wie Lesen und Schreiben in dieser Sprache vermittelt werden.

Didaktische Prioritäten

  • Kern-Lerngegenstände: die Nominalklassen mit satzweiter Konkordanz, das Klick-Bewusstsein, die Prenasalierung und der bedeutungsunterscheidende Ton.
  • Klassen-Reihenfolge: häufige Klassen zuerst (1/2 Personen, 7/8 Dinge/Sprachen, 9/10 Tiere), seltenere später.
  • Beobachtete Fehlermuster (Tracking-Ziele): in der Konkretion als beobachtbare morphologische Regeln/Fehlerfelder vermerkt — Klassen-Konkordanz (`class_concord`), Pluralbildung durch Klassenwechsel (`plural_class_shift`) und Klick-Wörter (`click_words`).
  • Audio-Priorität: Audio ist Primärmedium; Metadaten erfassen u. a. Sprecher-Varietät, Alters- und Geschlechtsangabe sowie die dokumentierte Einwilligung. Keine TTS (Klicks und Ton).
  • Aggregationsebene des Lernstands: Lemma (nicht Einzelform), damit nicht jede generierte Verb-/Klassenform separat zählt. Lernalgorithmen: SM-2 (Default) und Leitner.
  • Inklusionsaspekte, weitere Übungsmodi: `[LÜCKE]` / `[WORKSHOP]`.

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Steckbrief

ISO 639-3
kwn
BCP 47
kwn-Latn
Schrift
Latn
Schreibrichtung
links nach rechts
Modalität
Laut-/Schriftsprache

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