Silozi
Noch in Vorbereitung — von der Sprachgemeinschaft zu befüllen
- Disjunktiv
Gemeinsam mit anderen Sprachen
Grammatische Kategorien, die viele Sprachen kennen — hier, wie sie in dieser Sprache aussehen.
-
Einzahl/Mehrzahl
i
Gibt an, ob es um eins (Einzahl) oder mehrere (Mehrzahl) geht. -
Zeitform
i
Die Zeitform des Verbs — wann etwas passiert (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft). -
Modus
i
Wie das Verb gemeint ist: als Tatsache (ich gehe), als Möglichkeit oder Wunsch (ich ginge) oder als Aufforderung (geh!). -
Aspekt
i
Wie eine Handlung verläuft (z. B. abgeschlossen vs. andauernd). -
Steigerung
i
Vergleichsstufe des Adjektivs: groß – größer – am größten.
Das Besondere an dieser Sprache
Was diese Sprache von anderen unterscheidet.
-
Nominalklasse
i
Manche Sprachen sortieren Hauptwörter in Gruppen (z. B. Menschen, Tiere, Dinge) — ähnlich wie der/die/das im Deutschen, nur mit mehr Gruppen, erkennbar an einer Vorsilbe am Wort. -
Getrenntschreibung
i
Ein grammatisches Wort kann aus mehreren getrennt geschriebenen Teilen bestehen (Token ≠ Wort). -
Wortbau
i
Wörter werden aus klar abtrennbaren Bausteinen aneinandergereiht — je ein Baustein, eine Information. -
Teils gespeichert, teils erzeugt
i
Eine Mischung: manche Formen sind hinterlegt, andere werden nach Regeln erzeugt.
Nominalklassen
Manche Sprachen sortieren Hauptwörter in Gruppen (z. B. Menschen, Tiere, Dinge) — ähnlich wie der/die/das im Deutschen, nur mit mehr Gruppen, erkennbar an einer Vorsilbe am Wort.
Wie die Klassen funktionieren
-
Klasse [QUELLE]
noch zu erfassen
Sprachprofil — im Detail
Phonologie
Das didaktisch wichtigste Merkmal des Silozi liegt nicht im Lautinventar, sondern im Ton: Silozi ist eine Tonsprache (Sotho-Tswana-Typ), die Tonhöhe sitzt auf dem Vokal und kann die Wortbedeutung verändern. Im Alltag wird der Ton aber nicht geschrieben — er taucht höchstens in eigens dafür gemachten Lehrtexten auf. Für Lernende heißt das: Zwei Wörter können gleich aussehen und sich trotzdem nur in der Tonhöhe unterscheiden. Welches Tonsystem genau vorliegt und welche Wörter ein tonales Minimalpaar bilden, ist noch muttersprachlich/akademisch zu belegen `[QUELLE]`.
Bei den Vokalen schreibt Silozi fünf Klänge mit den Buchstaben a, e, i, o, u. Eine Vokalharmonie wie im Türkischen gibt es nicht, und es gibt keine Nasalvokale. Ob die Vokallänge eine Bedeutung unterscheidet, ist in der Konkretion noch nicht festgehalten `[QUELLE]`. Die konkreten Beispielwörter zu den einzelnen Vokalen sind ebenfalls noch zu erfassen `[QUELLE]`.
Bei den Konsonanten ist das genaue Inventar noch muttersprachlich zu verifizieren `[QUELLE]`. Sicher ist: Silozi hat keine Klicklaute (anders als die Khoe-Sprachen der Region) und keine Implosive. Ob es — wie in anderen Sotho-Tswana-Sprachen verbreitet — Ejektive (mit einem kleinen Knacklaut gesprochene Verschlusslaute) gibt, ist eine offene Frage `[QUELLE]`. Die Betonung ist nicht bedeutungsunterscheidend; diese Aufgabe übernimmt allein der Ton.
Schriftsystem
Silozi wird mit dem lateinischen Alphabet von links nach rechts geschrieben. Der genaue Umfang des Schul-Alphabets ist in der Konkretion noch nicht festgehalten `[QUELLE]`. Mehrere Laute werden durch feste Buchstabengruppen wiedergegeben — die Konkretion nennt ng, ny und sh (eine vollständige Liste ist noch zu belegen `[QUELLE]`). Tonzeichen gehören nicht zur Alltagsschrift; sie erscheinen höchstens in Lehrtexten (siehe H.3).
Das eigentlich Besondere am Schriftsystem ist aber nicht ein einzelner Buchstabe, sondern wie Wörter getrennt werden. Silozi hat — wie das verwandte Setswana — eine disjunktive Orthographie. Das bedeutet: Ein einziges grammatisches Wort kann über mehrere geschriebene Wörter verteilt sein. Teile, die grammatisch eng zusammengehören, werden mit Leerzeichen auseinandergeschrieben. Das morphologische Wort (die grammatische Einheit) ist hier also nicht dasselbe wie das orthographische Wort (das, was zwischen zwei Leerzeichen steht).
Konkret betrifft das vor allem das Verb: Die Bausteine, die anzeigen, wer handelt (Subjektkonkordanz), in welcher Zeit (Tempusmarker), worauf sich das Verb bezieht (Objektmarker) und die Verneinung, stehen als eigene Schreibwörter getrennt vor dem Verbstamm — sie bilden aber zusammen mit dem Stamm einen Verbkomplex, also ein Wort. Nicht alles ist disjunktiv: Das Klassenpräfix am Hauptwort und die Ableitungssilben werden im Gegensatz dazu zusammen mit dem Stamm geschrieben (konjunktiv). Genau diese Differenzierung hält die Konkretion fest: getrennt geschrieben werden Subjektkonkordanz, Tempus, Objektmarker und Verneinung; zusammengeschrieben werden das Nominal-Klassenpräfix und die Ableitungen. Die exakten Regeln, welche Morpheme im Einzelnen getrennt stehen, sind noch zu konsolidieren `[QUELLE]`.
Für Suche und Anzeige ist das entscheidend: Man darf nicht annehmen, dass ein Schreibwort gleich ein Wort ist (»Token ≠ Wort«). Wer einfach an den Leerzeichen trennt, zerschneidet eine einzige Verbform in mehrere scheinbar getrennte Treffer und findet die zusammengehörige Form nicht mehr. Deshalb hält die Plattform pro Form sowohl die Token-Folge (`surface_tokens`, mehrere Whitespace-Token) als auch das zusammengefasste morphologische Wort fest, und die Suche braucht für Silozi eine eigene Wort-Erkennung statt eines simplen Trennens an Leerzeichen — analog zum Tokeniser für Setswana `[QUELLE]`.
Morphologie
Silozi ist eine agglutinierende Sprache mit Klassenkonkordanz: Grammatische Information wird durch angefügte Bausteine ausgedrückt, und durch ein System, in dem viele Wörter im Satz dieselbe Markierung tragen. Der Ausrichtungstyp ist nominativ-akkusativ (kein Split).
Das Herzstück der Wortgrammatik sind die Nominalklassen. Statt eines Geschlechts wie im Deutschen (»der/die/das«) sortiert Silozi die Hauptwörter in Klassen (Sotho-Tswana-Typ). Jede Klasse hat ihre eigene Vorsilbe, und Einzahl/Mehrzahl entstehen meist durch Wechsel der Klasse, also durch Tausch der Vorsilbe. Die Konkretion führt als Strukturbeispiel das Wort mutu (Mensch, Klasse 1; konkrete Form noch muttersprachlich zu bestätigen `[QUELLE]`) — das verwandte Setswana hat hier motho, was die Sotho-Tswana-Verwandtschaft zeigt, ohne dass Silozi aus dem Setswana abgeleitet (projiziert) würde. Es gibt kein grammatisches Geschlecht, keine Fälle und keinen Artikel; die Bestimmtheit läuft über das Klassenpräfix. Die vollständige Klassenliste mit den Einzahl-/Mehrzahl-Paaren ist noch zu erfassen `[QUELLE]`.
Diese Klassen sind nicht nur am Hauptwort sichtbar, sondern erzwingen Übereinstimmung (Konkordanz) im Satz: Verben, Eigenschaftswörter und hinweisende Wörter richten sich nach der Klasse des Hauptworts und tragen passende Konkordanz-Bausteine. Wichtig für das Verständnis: Das ist kein »erweitertes Genus«, sondern ein eigenständiges Klassensystem. Die vollständige Konkordanz-Matrix ist noch durch Quelle/Workshop zu klären `[WORKSHOP]`.
Beim Verb zeigt sich erneut die disjunktive Schreibung aus H.4. Eine finite Verbform setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen — Subjektkonkordanz, Tempus/Aspekt, Modus, Objektkonkordanz, Verneinung und Stamm — und diese Bausteine stehen teils als getrennte Schreibwörter vor dem Stamm, bilden aber ein morphologisches Verbwort. Die Verb-Ableitungen dagegen (die Bantu-typischen Erweiterungen am Stamm, etwa für Valenz und Diathese) hängen zusammengeschrieben am Stamm. Solche Formen werden überwiegend nach Regel erzeugt und nicht alle einzeln gespeichert (in der Konkretion: `form_generation_strategy: hybrid`); die Erzeugung muss dabei eine Token-Folge ausgeben, nicht einen einzelnen String. Konkrete Beispiele für die Verbalerweiterungen und für einen vollständigen Verbkomplex sind noch zu belegen `[QUELLE]`.
Syntax & Variation
Im Satzbau folgt Silozi der Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt (SVO) — das Verb steht also, anders als etwa im Türkischen, nicht am Satzende. Verhältniswörter stehen vor dem Hauptwort (Silozi benutzt Präpositionen), und Eigenschaftswörter stehen nach dem Hauptwort.
Eine Besonderheit ist, dass das Subjektpronomen wegfallen kann (Pro-Drop): Weil die Subjektkonkordanz am Verb die handelnde Person bereits anzeigt, muss man »er«, »sie«, »wir« nicht eigens nennen. Wie genau die Verneinung und die Fragebildung im Detail funktionieren, ist in der Konkretion noch offen — die Verneinung läuft über einen Negationsmarker, der möglicherweise ebenfalls disjunkt (getrennt) geschrieben wird, Fragen vermutlich über Fragewörter und Satzmelodie `[QUELLE]`.
Silozi ist eine monozentrische Sprache (kein pluralistisches Standard-System); die Frage des Umschaltens zwischen Standardvarietäten (`variety_selection`, U24–U26) betrifft sie daher nicht. Sehr wohl relevant ist die grenzübergreifende Realität: Silozi ist die Verkehrssprache der Sambesi-Region (Caprivi) in Namibia und Westsambias zugleich. Die Konkretion hält ausdrücklich fest, dass diese grenzüberschreitende Stellung gewürdigt werden soll — mit einer eigenständigen Konkretion und ohne Unterordnung unter das verwandte Setswana. Wie die regionale Norm-Vielfalt und die didaktische Handhabung der Wortsegmentierung im Einzelnen ausgestaltet werden, ist normsensibel und liegt bei der Community `[WORKSHOP]`.
Wie diese Sprache gelernt wird
Didaktische Schwerpunkte — wie Lesen und Schreiben in dieser Sprache vermittelt werden.
Didaktische Prioritäten
- Kern-Lerngegenstände: Nominalklassen und Konkordanz (Klassensequenz); disjunktive Wortsegmentierung (morphologisches vs. orthographisches Wort); Tonbewusstsein (Ton bedeutungsunterscheidend, aber nicht geschrieben).
- Chunks/Mehrwort-Bausteine: feste Wendungen als `fixed_phrase` unterstützt; konkrete Einträge noch `[LÜCKE]`. Hinweis: Die disjunktive Verbform ist kein Mehrwort-Lexem im üblichen Sinn — sie ist ein Wort, nur mehrteilig geschrieben.
- Beobachtete Fehlermuster (Tracking-Ziele): Klassenkonkordanz (`noun_class_concord`) und disjunktive Verbsegmentierung (`disjunctive_word_boundary`) sind als trackbare morphologische Regeln vermerkt.
- Audio-Priorität: Audio ist Primärmedium; Metadaten verlangen u. a. Sprecher-ID, Sprecher-Varietät, Aufnahmedatum, Lizenz und dokumentierte Einwilligung. TTS ist nicht zugelassen (`none`).
- Aggregationsebene des Lernstands: Lemma (nicht Einzel-Token) — »per Token«-Tracking ist mehrdeutig, wenn ein Wort aus mehreren Schreibwörtern besteht; der Lernstand sollte am morphologischen Wort hängen.
- Inklusionsaspekte, weitere Übungsmodi: `[LÜCKE]` / `[WORKSHOP]`
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