Rumanyo
Noch in Vorbereitung — von der Sprachgemeinschaft zu befüllen
Gemeinsam mit anderen Sprachen
Grammatische Kategorien, die viele Sprachen kennen — hier, wie sie in dieser Sprache aussehen.
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Einzahl/Mehrzahl
i
Gibt an, ob es um eins (Einzahl) oder mehrere (Mehrzahl) geht. -
Zeitform
i
Die Zeitform des Verbs — wann etwas passiert (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft). -
Aspekt
i
Wie eine Handlung verläuft (z. B. abgeschlossen vs. andauernd). -
Steigerung
i
Vergleichsstufe des Adjektivs: groß – größer – am größten.
Das Besondere an dieser Sprache
Was diese Sprache von anderen unterscheidet.
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Nominalklasse
i
Manche Sprachen sortieren Hauptwörter in Gruppen (z. B. Menschen, Tiere, Dinge) — ähnlich wie der/die/das im Deutschen, nur mit mehr Gruppen, erkennbar an einer Vorsilbe am Wort. -
Wortbau
i
Wörter werden aus klar abtrennbaren Bausteinen aneinandergereiht — je ein Baustein, eine Information.
Nominalklassen
Manche Sprachen sortieren Hauptwörter in Gruppen (z. B. Menschen, Tiere, Dinge) — ähnlich wie der/die/das im Deutschen, nur mit mehr Gruppen, erkennbar an einer Vorsilbe am Wort.
Wie die Klassen funktionieren
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Klasse [QUELLE]
noch zu erfassen
Sprachprofil — im Detail
Phonologie
Wichtiger Hinweis vorab: Rumanyo ist eine unter-dokumentierte Sprache (Low-Resource). Vieles am Lautsystem ist in der Konkretion noch nicht belegt und ausdrücklich als zu erfassen markiert — das ist eine Datenlücke, kein Mangel des Modells. Die Struktur wird teils aus dem nahe verwandten Kwangali (kwn) übernommen, die genauen Werte müssen aber muttersprachlich und akademisch (UNAM / Möhlig) bestätigt werden. Wo unten `[QUELLE]`, `[LÜCKE]` oder `[WORKSHOP]` steht, wird nichts geraten.
Ein bedeutungsunterscheidendes Merkmal ist der Ton. Wie die verwandten Kavango-Bantu-Sprachen ist Rumanyo eine Tonsprache: Der Ton sitzt auf dem Vokal und kann mittragen, welches von zwei sonst gleich klingenden Wörtern gemeint ist. Das genaue Tonsystem (wie viele Töne, welche Funktion) ist in der Konkretion noch nicht ausgeführt und folgt vorerst dem Kwangali-Befund. `[QUELLE]`
Ein zweiter, heikler Punkt sind mögliche Klicklaute. In der Kavango-Region sind Klicks durch Kontakt mit Khoe-Sprachen in einzelne Bantu-Sprachen gelangt; ob und in welchem Umfang Rumanyo solche Klicks hat, ist noch offen (`has_clicks: null`). Entscheidend ist die Einordnung aus dem Cluster-Befund: Etwaige Klicks und das damit verbundene Lehnvokabular sind areal geteilt — sie kommen aus der Sprachlandschaft, nicht aus der gemeinsamen Bantu-Abstammung — und lassen sich darum nicht einfach aus dem Kwangali übernehmen. Konkrete Klick-Wörter liegen nicht vor. `[QUELLE]`
Zu den Vokalen vermerkt die Konkretion bislang nur, dass es keine Vokalharmonie gibt; ob Vokallänge oder Nasalvokale bedeutungsunterscheidend sind, ist noch offen (`null`). Das vollständige Phoneminventar — Konsonanten, Vokale und insbesondere der Klick-Status — ist noch zu dokumentieren (UNAM / Möhlig). `[LÜCKE]`
Zur Abgrenzung, soweit belegt: Rumanyo hat keine Vokalharmonie, keine Konsonanten-Dehnung (Gemination) und keine bedeutungsunterscheidende Betonung (`word_stress_phonemic: false`). Ejektive und Implosive sind nicht vermerkt. Lautanpassungen an Wortgrenzen (Sandhi) sind nicht verzeichnet (`sandhi.present: false`).
Schriftsystem
Rumanyo wird mit dem lateinischen Alphabet von links nach rechts geschrieben (`text_direction: ltr`) und hat eine eigene Rumanyo-Orthographie. Deren genaue Gestalt — Buchstabenbestand, Digraphen, etwaige Klick-Schreibung — ist in der Konkretion noch nicht ausbuchstabiert und mit den zuständigen Stellen zu klären. `[LÜCKE]`
Die Schrift ist zusammenschreibend (`orthography_type: conjunctive`), genau wie beim verwandten Kwangali und anders als bei den disjunktiv geschriebenen Sotho-Tswana-Sprachen (Setswana, Silozi). Das heißt: Ein grammatisches Wort entspricht einem geschriebenen Wort — auch die Klassenpräfixe am Substantiv und die Konkordanz am Verb werden mit dem Wort zusammengeschrieben. Für Suche und Anzeige hat das eine praktische Folge: Die Trennung der Wörter über Leerzeichen funktioniert; ein Aufspalten in mehrere Schrift-Bausteine (wie bei Setswana nötig) ist hier nicht erforderlich. `[QUELLE]`
Eine wichtige Eigenheit für Schule und Suche: Obwohl der Ton bedeutungsunterscheidend ist, wird er standardmäßig nicht geschrieben (suprasegmentale Ebene, `default_shown: false`). Tonzeichen erscheinen nur dort, wo sie didaktisch ausdrücklich gezeigt werden sollen; im Alltagstext muss aus dem Zusammenhang erschlossen werden, welches von zwei gleich geschriebenen Wörtern gemeint ist — ebenso wie in den verwandten Kavango-Sprachen.
Bei der Groß- und Kleinschreibung gilt die Standard-Latein-Regel (`latin_standard`): Satzanfänge und Eigennamen werden großgeschrieben, Substantive dagegen — anders als im Deutschen — klein (`capitalize_nouns: false`). Das Casing ist nicht locale-sensitiv (`locale_sensitive: false`), anders als etwa beim türkischen ı/İ. Die Sortierung ist alphabetisch; die genaue Konvention ist noch zu belegen (`convention_source_ref: [QUELLE]`).
Morphologie
Das Herzstück der Grammatik des Rumanyo sind — wie in den verwandten Bantu-Sprachen — die Nominalklassen. Das ist kein „erweitertes Geschlecht", sondern ein eigenständiges Ordnungssystem: Jedes Substantiv gehört zu einer Klasse, und die Klasse zeigt sich an einem Vorsilben-Teil (Klassenpräfix) am Wortanfang. Welche Klassen Rumanyo im Einzelnen führt, ist in der Konkretion noch nicht ausgeführt; das Klassensystem projiziert teilweise aus Kwangali (kwn) (`shared_class_structure: true`), die genaue Klassenliste ist aber noch zu erfassen. `[QUELLE]`
Das eigentlich Besondere ist die Konkordanz (auch Concord): Die Klasse eines Substantivs strahlt über den Satz aus und prägt die Form aller Wörter, die sich darauf beziehen — laut Konkretion richten sich Substantive, Verben und Eigenschaftswörter nach der Klasse (`targets: [nouns, verbs, adjectives]`). Die Übereinstimmung läuft über Klassenpräfix + Konkordanz. Die vollständige Konkordanzmatrix (welche Klasse welche Übereinstimmungsformen trägt) ist noch zu erfassen. `[QUELLE]`
Bei den Substantiven gibt es Einzahl und Mehrzahl, und der Plural wird nicht durch eine eigene Endung gebildet, sondern durch einen Wechsel des Klassenpräfixes vom Singular zum Plural (`Klassenpräfix-Wechsel Sg→Pl`). Konkrete Beispielformen liegen noch nicht vor. `[QUELLE]` Rumanyo kennt keine Fälle (Kasus), kein grammatisches Geschlecht und keinen Artikel — die Bestimmung läuft über das Klassenpräfix (`artikellos (Klassenpräfix)`). Die Substantive werden über das Klassen-/Konkordanzsystem flektiert (`inflected_via_agreement_system: true`).
Bei den Verben läuft die Übereinstimmung mit dem Subjekt über die Klasse (`subject_class`); zusammen mit Tempus und Verlaufsweise (Aspekt) entstehen so die finiten Formen. Ein produktiver Kern sind die Verb-Erweiterungen (Verbalextensionen): An den Verbstamm lassen sich Ableitungs-Endungen anhängen, die — wie im Bantu üblich — die Wertigkeit (Valenz) des Verbs verändern (etwa Applikativ, Kausativ, Passiv). Belegbeispiele dazu sind noch zu erfassen. `[QUELLE]`
Zur Wortbildung: Gebaut wird mit Klassenpräfixen (für die Nominalklasse) und mit Verbextensionen am Stamm (für die Valenz); das wird zusammenschreibend (konjunktiv) an das Wort gefügt. Konkrete Affixformen und Beispiele sind noch offen. `[QUELLE]` Die Pronomen kennen Numerus, aber keine Fälle, kein Geschlecht und keine Höflichkeitsstufen; das Subjektpronomen kann wegfallen (`pronoun_avoidance`, siehe H.6).
Syntax & Variation
Im Satzbau folgt Rumanyo der Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt (SVO). Das Eigenschaftswort steht hinter dem Substantiv (`adjective_position: post_nominal`) und trägt dabei die Klassen-Konkordanz. Verhältniswörter stehen — wie im Deutschen — vor dem Bezugswort (`adposition_type: preposition`).
Eine Besonderheit ist, dass das Subjektpronomen weggelassen werden kann (`pro_drop: true`): Weil die Subjekt-Konkordanz am Verb die handelnde Person beziehungsweise Klasse bereits anzeigt, muss das Subjekt nicht eigens als eigenes Wort genannt werden. Die Verneinung läuft über das Verb (Verbnegation, einfacher Typ); die genaue Form ist in der Konkretion noch offen. `[QUELLE]` Fragen werden mit Fragewörtern (W-Wörtern) und der Satzmelodie (Intonation) gebildet; auch hier fehlt das konkrete Muster noch. `[QUELLE]`
Bei der Variation ist Rumanyo einsprachenzentriert (monozentrisch): Norm-Anker ist das Standard-Rumanyo mit eigener Orthographie. Die in anderen Sprachen wichtige Pluricentricity- und Varietätenumschaltung (U24–U26) betrifft Rumanyo nicht.
Politisch sensible Bereiche, die der Reviewer-Pool gesondert behandelt: vor allem die Anerkennung und Gleichwertigkeit der Kavango-Sprachen — die kleineren Kavango-Sprachen sollen gleichwertig sichtbar sein und nicht vom größeren Kwangali überschattet werden; der gemischte Cluster (`mixed`) ist eine fachliche Verwandtschaftsaussage, keine Unterordnung. Heikel ist auch die saubere Trennung dessen, was wirklich aus dem Kwangali projizierbar ist (das Klassensystem), von dem nur areal Geteilten (Klicks/Lehnvokabular). Konkrete Einordnungen liegen bei der Community. `[WORKSHOP]`
Wie diese Sprache gelernt wird
Didaktische Schwerpunkte — wie Lesen und Schreiben in dieser Sprache vermittelt werden.
Didaktische Prioritäten
- Kern-Lerngegenstände: die Nominalklassen mit satzweiter Konkordanz; dazu — soweit belegt — der bedeutungsunterscheidende Ton und ein etwaiges Klick-Bewusstsein (Klick-Status noch offen).
- Klassen-Reihenfolge / -Sequenz: Klassensequenz als Lern-Komponente vorgesehen (`noun_class_sequence`); konkrete Reihenfolge noch offen. `[QUELLE]`
- Beobachtete Fehlermuster / beobachtbare Regeln (Tracking-Ziele): Klassen-Konkordanz als beobachtbare morphologische Regel vermerkt (`noun_class_concord`).
- Audio-Priorität: Audio ist Primärmedium; Metadaten erfassen u. a. Sprecher-ID und -Varietät, Aufnahmedatum, Lizenz und die dokumentierte Einwilligung. Keine TTS — eigene Aufnahmen zwingend (Low-Resource, Ton, ggf. Klicks).
- Aggregationsebene des Lernstands: Lemma (nicht Einzelform), damit nicht jede generierte Verb-/Klassenform separat zählt. Lernalgorithmen: SM-2 (Default) und Leitner.
- Inklusionsaspekte, weitere Übungsmodi: `[LÜCKE]` / `[WORKSHOP]`.
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